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Margherita-von-Brentano-Preis

Am 8. März 2000 ist der Redaktion der Femina Politica der Margherita-von-Brentano-Preis" für besonders hervorragende Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Frauen" von der Freien Universität Berlin verliehen worden.

Im folgenden dokumentieren wir die Preisverleihung:

Auf den Universitätstagen 1963 kommentierte die Philosophin Margherita von Brentano die Stellung von Frauen in der Wissenschaft mit folgenden Worten: "Die Erbinnen und Enkelinnen der Emanzipation fühlen sich nicht mehr betroffen, halten sie für veraltet." Aber, so fügte sie mit den Worten Adornos hinzu: "Veraltet ist stets nur, was mißlang."

Getreu dieser beinah kämpferisch-trotzigen Rede hat Margherita von Brentano sich Zeit ihres Lebens dafür eingesetzt, Frauen in der Wissenschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sondern sie bewußt zu fördern. Wie hilfreich und motivierend solch eine Förderung sein kann, darf nun die Redaktion der Femina Politica erleben: Wir haben den Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin erhalten. Mit 20.000 DM handelt es sich dabei um den höchstdotierten Frauenpreis in der Bundesrepublik, mit dem die FU besonders hervorragende Projekte und Maßnahmen zur Förderung von Frauen auszeichnet. Der Preis wird seit 1995 vom Akademischen Senat und dem Präsidium der FU - auf Vorschlag des Zentralen Frauenrats - verliehen, und ist nach der im selben Jahr verstorbenen Philosophieprofessorin und ersten Vize-Präsidentin der FU benannt.

Wir freuen uns natürlich sehr über diese Auszeichnung, die der Redaktion am 8. März 2000 feierlich übergeben wurde. Die Feierstunde wurde mit einem Vortrag von Prof. Dr. Anke Martiny eingeleitet, die über das Wirken von Margherita von Brentanos, die Geschichte des Preises und Preisträgerinnen der vergangenen Jahre sprach. Prof. Dr. Peter Steinbach hielt dann die Laudatio auf die Femina Politica, die wir (leicht gekürzt) dokumentieren. Überreicht wurde die Preisurkunde von der Vizepräsidentin der FU, Prof. Dr. Gisela Klann-Delius. Im Anschluß daran hielt Gabriele Wilde im Namen der Redaktion die Dankesrede. Anschließend stellt unsere Web-Redakteurin Jasmin Touati unser zukünftiges Internet-Projekt, die Femina Politica-Datenbank, vor, die wir mit Hilfe des Preisgeldes verwirklichen wollen. In diese Online-Datenbank sollen sich zukünftig Politikwissenschaftlerinnen und politisch arbeitende Frauen mit Kontaktadresse und Arbeitsschwerpunkten eintragen und interessierte Institutionen, Forschungseinrichtungen oder potentielle ArbeitgeberInnen können auf der Basis dieser Informationen gezielt nach Fachfrauen recherchieren. Danach gab es dann Sekt und Laugenbrezeln für die ca. 130 Festgäste.

Mit dem Preis wurde die Arbeit der letzten zehn Jahre honoriert - und daran waren natürlich viel mehr Frauen beteiligt, als heute aktiv mitarbeiten. Wir möchten uns an diese Stelle herzlich bei allen bedanken, die im Laufe der Jahre an der Femina Politica und ihrer Vorgängerin, dem "Politologinnen-Rundbrief", beteiligt waren. Wir bedanken uns außerdem für die Unterstützung des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften an der FU, ganz besonders bei Barbara Strobel und bei Prof. Dr. Peter Steinbach.

Anmerkung: Die Expertinnen-Datenbank war von 2000 bis 2007 online und ist im November 2007 vom Netz genommen worden.

Laudatio auf die Femina Politica von Prof. Dr. Peter Steinbach

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